
Fliegerei
Mit der Sage von Daedalus und Ikarus beginnt dem Grunde nach der mythische Auftakt zur Fliegerei. Hier wird sichtbar, wie seither der Wunsch den Menschen antreibt, den Himmel zu erobern. Im Museum dient die Erzählung als Einstieg, um den Spannungsbogen von Traum und Technik zu zeigen und Besucherinnen und Besucher für die kulturelle Dimension der Fliegerei zu sensibilisieren.
Der Blick wandert weiter zum "Schneider von Ulm", Albrecht Ludwig Berblinger, dessen gescheiterte Flugversuche 1811 trotz Misserfolgs eine frühe technikgeschichtliche Bedeutung haben. Zeitgenössische Zeichnungen seines Gleitapparats illustrieren im Museum, wie Experimentierfreude, lokale Legenden und fehlende wissenschaftliche Grundlagen damals zusammenfielen

Zwischen Mythos und Motor zeigt die Ausstellung die Zwischenstationen: Die Montgolfier-Brüder mit ihren ersten Heißluftballonen 1783, die Pioniere der Gleitflüge wie Otto Lilienthal im 19. Jahrhundert und die Entwicklung aerodynamischer Flugtechnik.
Die Gebrüder Wright markieren den Wendepunkt: Ihr erster motorgetriebener, steuerbarer Flug 1903 gilt als Geburtsstunde der praktischen Luftfahrt.
Von den Brüdern Wright bis heute spannt sich der den Bogen über zwei Weltkriege, Jet- und Düsenzeitalter, die Entstehung der zivilen Luftfahrt, Satelliten und Drohnen bis hin zu aktuellen Themen wie emissionsärmere Antriebe und Raumfahrtkommerzialisierung. Exponate reichen von historischen Instrumenten und Triebwerksteile , die den Wandel der Technik und die Frage nach der Zukunft des Fliegens erfahrbar machen.



